Vom Über-Landstreichen in Slowenien

Eine Schlechtwetterfront hat uns dazu bewogen auch den Rest Sloweniens zu erkunden.  Begonnen hat alles mit einer Nacht im Hostel kva in Ljubljana. Als wir in einem Outdoorladen dem Verkäufer von unseren verregneten Tagen in den Bergen berichten, schickt er uns an die Küste und die Reise nimmt ihren Lauf. So ist aus Begegnungen mit unglaublich sympathischen Menschen wie automatisch eine Route entstanden, die uns Slowenien noch viel näher brachte.

Eine weitere Bilderreihe.


Ein halber Tag in Sloweniens Hauptstadt:


3 Tage im Dschungel Sloweniens:


An der Küste von Piran, Portoroz und Lucija:


Unterwegs im Küstenhinterland:


 

Werbeanzeigen

Vom Über-Landstreichen in den Julischen Alpen

Auf nach Slowenien: Sobald man von Österreich aus den Wurzenpass überquert und den Triglav Nationalpark erreicht, ist plötzlich alles grün. Sattes Grün, dass die Augen noch wahrnehmen aber das Gehirn kaum begreifen kann. Berge in grün getaucht, smaragdgrüne Flüsse und Wiesen von üppiger Blumenpracht übersät. Hier fühle ich mich sofort zu Haus. Es ist nicht wie in anderen (fernen) Ländern, deren Vegetation man spannend oder ungewöhnlich findet weil sie so anders und neu ist. Hier ist es wie daheim. Nur viel wilder, noch grüner und weitaus unberührter und das macht es so unglaublich heimelig. Eine Liebeserklärung an die Julischen Alpen in Bildern.

 

 

 

 


Fünf Tage haben wir dem Regen in den Bergen getrotzt. Wo wir Sonne und Wärme gefunden haben verrät die Fortsetzung…

Vom Fischen mit der Fliege auf Rügen

Mein letzter Besuch auf der Insel Rügen lag viele Jahre zurück. Die Erinnerungen waren verblasst. Am letzten Wochenende wurden sie aufgefrischt. Viel mehr als das: Neu geschrieben. Knapp 3 Tage haben wir auf Deutschlands größer Insel verbracht um mit der Fliege auf Meerforelle zu fischen. Dabei sind wir durch Orte gefahren, die oft nur 3 Häuser und 4 Spitzbuben zählen und an Stränden gelandet, die einsamer kaum sein können.

Willkommen auf Rügen!


Eingemietet haben wir uns in einem kleinen denkmalgeschützen Reetdachhaus in Rappin. Direkt neben der Kirche steht das winzige Häuschen in zweiter Reihe und bietet zwei urgemütliche Wohnungen, in die ich sofort einziehen würde.

Nachdem wir unsere Utensilien verstaut haben machen wir uns direkt auf den Weg an die Küste bei Bisdamitz. Über einen Feldweg fahren wir bis zu zwei Häusern an einer Waldkante hinter der sich das Meer verbirgt. Auf einem kleinen Pfad durch einen Buchenwald gehts bis an den Steinstrand. Hier liegen neben unzähligen kleinen Steinen auch ordentliche Findlinge im Wasser.

Am nächsten Morgen stehen wir bereits um fünf  Uhr in der Küche und kochen Kaffee bevor es direkt an den Nordstrand geht. In der Nähe von Fernlüttkevitz erwartet uns ein einsamer Sandstrand und unglaublich klares Wasser. Nach den ersten Würfen gibt’s ein Frühstück im Sand. Später geht’s noch in die Nähe von Dranske an einen weiteren Steinstrand mit Steilküste. Nach einem Fischbrötchen und einem kleinen Schläfchen in der Sonne gehts direkt wieder in die Wellen.

Den Abend verbringen wir im Fährhafen von Sassnitz an einer Steilküste. Und hier ist es dann endlich soweit. Die 1000 Würfe scheinen vollbracht. Die erste kleine Meerforelle geht an den Haken.

Auch der zweite Tag beginnt in aller Früh. Diesmal geht’s nach Ralswiek. Über einen Waldweg gelangen wir zu einem kleinen Parkplatz von dem aus wir durch den Wald bis an den Schilfgürtel laufen. Nachdem wir uns durchs Schilf geschlagen haben, stehen wir plötzlich im großen Jasmunder Bodden. Und auch hier kein Fischer weit und breit. Nur wir ganz allein im stillen Wasser und vor uns die Kulisse der Naturbühne Ralswiek. Heute bekämen die Zuschauer nicht Klaus Störtbeker zu sehen, sondern uns.

Zum Ausklang des Tages gehts nochmal in Richtung Dranske an den Strand.

Den letzten Morgen verbringen wir am alten Hafen von Glowe. Bei rauer See und herrlichem Sonnenaufgang kam diesmal im Kampf gegen den Wind die Spinnrute zum Einsatz.

Während meiner kleinen Erkundungstour am Strand stoße ich immer wieder auf Überbleibsel einer Zeit, in der hier noch Boote zu Hause waren. Ein alter Betonsteg, verwitterte Holzpfähle und Treppen, die an Land führen. Und doch kann ich meine Augen kaum vom Boden lösen. Ich halte ständig Ausschau nach Muscheln, Hühnergöttern und Bernstein. Mit Erfolg. Hier schlägt mein Sammlerherz höher.

Vom Einrichten mit Stift und Papier

Es gibt Tage da muss ich kompensieren bisher noch nichts oder länger nichts mit meinen Händen getan zu haben. Tippen auf der Tastatur, abwaschen oder bügeln zählen nicht. Ich meine in Erde wühlen, Gemüse ernten oder einkochen oder Rasen mähen . Und da die Möglichkeiten in der Stadt doch relativ begrenzt sind, greife ich seit einem Jahr immer mal wieder zu Stift und Papier. Wobei der Stift auch durch einen Pinsel ersetzt werden kann.

Und ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben, fällt mir beim Zusammenstellen der Bilder auf, dass oft nur Naturschönheiten aufs Papier kommen. Schönheiten im Ursprung. An meiner Darstellung arbeite ich noch. Hier einige Einblicke…

Vom Über Landstreichen in den Bergen

Sich auf den Weg zu machen lohnt sich! Immer! Auch bei schlechtem Wetter. Im Herbst haben wir uns bei Regen und schlechter Sicht aufgemacht um den Schafreuter zu besteigen und wurden am Ziel belohnt als wir plötzlich über den Wolken spazierten.


Von Fall aus starteten wir durch Nebel und Nieselregen langsam bergan über die Moosenalm. An einer kleinen privaten Hütte finden wir unter einem Dachüberstand ein trockenes Plätzchen um uns zu stärken. An der nächsten Alm werden wir von einer Herde Glocken tragender Vierbeiner empfangen. Erahnt hatten wir Kühe als plötzlich Pferde im Nebel vor uns auftauchen und uns nicht mehr gehen lassen wollen. Danach geht’s weiter zum Gipfel.

 

Es wir noch einmal richtig windig und nass bis wir das Gipfelkreuz erreichen. Und plötzlich sind wir über den Wolken und für ein kurzen Moment ist da ein leichtes Blau statt endlosem Grau. Als würde jemand oder etwas sagen wollen „Wenn ihr schon bei diesem grausigen Wetter hergekommen seid, dann bitte… „

 

Die Nacht verbringen wir auf der Tölzer Hütte. Die ist urig. Eine Dusche oder Warmwasser gibt’s hier nicht. Und so vergraben wir uns nach dem Essen schnell in unseren Schlafsäcken und lauschen den röhrenden Hirschen die in der Nacht bis vor die Hütte kommen.

Der nächste Tag empfängt uns mit einem grandiosen Sonnenaufgang. Nach dem  Frühstück in der Sonnenlicht gefluteten Hütte, bei dem wir Gämse im Morgenlicht beobachten geht’s dann auch schon bergab. Ein gemütlichen Abstieg vorbei am Delpssee bis wir wieder in Fall landen.

 

dsc02872

Vom schlichten Kochen der Ostereier

Ostern steht vor der Tür und unsere Hühner haben es gut mit uns gemeint. In den letzten Tagen lagen viele Eier in den Nestern. Zeit zum Eier färben. Während meine Schulfreundinnen früher immer von bunten Eiern berichteten und diese nach Ostern zur Schau stellten, hielten wir es zu Hause schon immer schlicht und natürlich! Wir färbten die Eier seit jeher mit Zwiebelschalen. Nur einmal da wollte ich es auch gern so bunt haben wie die anderen Kinder. Meine Eltern ließen mich gewähren. Sie haben wohl geahnt wie es enden würde. Ich mochte diese blauen und grünen Eier nicht. Das kam mir seltsam vor so ein blaues Ei – so künstlich, so unecht. Von da an war klar: Wir bleiben bei den Zwiebelschalen. Das sieht schön aus und geht auch ganz fix.

img_9629


Ein paar Wochen von Ostern beginnen wir Zwiebelschalen zu sammeln. Diese wandern dann in einen Topf mit Wasser, der uns seit vielen Jahren nur noch zum Eier färben dient. Wenn das Wasser kocht kommen die Eier hinzu. Je nach gewünschter Härte werden die Eier einige Minuten gekocht. Wir machen immer ein paar harte und weiche Eier. Je nach Ausgangsfarbe nehmen die Eier die Farbe unterschiedlich gut an. So entstehen viele verschiedene rotbraune Töne – jedes ein Unikat.

Oft werden die Einer dann nach dem Abkühlen noch mit einer Speckschwarte eingerieben. Dann glänzen sie schön.

Frohe Ostern!


 

Vom schlichten Kochen: Pastafetzen mit Wirsing

Ich esse Wirsing wirklich gern. Aber er macht mir in der Küche auch ein wenig Sorgen. Denn egal welches Gericht man zubereitet, er ist immer zu groß. Und so verbleibt da immer dieser blasse Rest, den es zu verwerten gilt. So auch nachdem aus den herrlich grünen Blättern eine Wirsing-Hack-Quiche wurde. Und damit ein herzliches Willkommen zu einer neuen Folge: Resteverwertung!


ZUTATEN:

  • der Rest eines Wirsings
  • Bruch von 4 – 6 Lasangneplatten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Becher Schmand, Sahne oder ein paar Löffel Frischkäse
  • Öl zum Braten
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat
  • Walnüsse on top

 

ZUBEREITUNG:

Zuerst die Wirsingblätter separieren, waschen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel in Ringe schneiden und in Öl anschwitzen. Danach den Wirsing hinzugeben und leicht anbraten. In der Zwischenzeit die Lasangeplatten grob brechen und in Salzwasser kochen. Anschließend abgießen und ein wenig vom Pastawasser übrig lassen. Damit den Wirsing ablöschen. Pasta sowie Schmand oder Sahne hinzugeben. Alles ein wenig einköcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Zum Servieren mit Walnüssen garnieren.

 

Gutes Gelingen!

Vom Einrichten: Der Wandkalender

Wohin mit all den schönen Aufnahmen, die über das Jahr entstehen? Ein Wandkalender bietet zumindest die Möglichkeit jeden Monat eine andere  Fotografie zu sichten wenn die restlichen Wände bereits gut bestückt sind.

img_9418

Unter dem Namen „Auf dem Land“ habe ich für das Jahr 2018 meinen ersten eigenen Wandkalender entworfen. Eine Idee, die mich schon lange umtreibt, wurde umgesetzt. Jeder Monat zeigt ein Motiv von Momenten auf dem Hof zu Haus oder in der Natur drum herum, die ich über das Jahr gesammelt habe.


Eine Fortsetzung für 2019 wird folgen. Nach vielen Ohs und Ahs wird die Auflage vergrößert. Voranmeldungen sind gern gesehen…