Vom schlichten Kochen der Ostereier

Ostern steht vor der Tür und unsere Hühner haben es gut mit uns gemeint. In den letzten Tagen lagen viele Eier in den Nestern. Zeit zum Eier färben. Während meine Schulfreundinnen früher immer von bunten Eiern berichteten und diese nach Ostern zur Schau stellten, hielten wir es zu Hause schon immer schlicht und natürlich! Wir färbten die Eier seit jeher mit Zwiebelschalen. Nur einmal da wollte ich es auch gern so bunt haben wie die anderen Kinder. Meine Eltern ließen mich gewähren. Sie haben wohl geahnt wie es enden würde. Ich mochte diese blauen und grünen Eier nicht. Das kam mir seltsam vor so ein blaues Ei – so künstlich, so unecht. Von da an war klar: Wir bleiben bei den Zwiebelschalen. Das sieht schön aus und geht auch ganz fix.

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Ein paar Wochen von Ostern beginnen wir Zwiebelschalen zu sammeln. Diese wandern dann in einen Topf mit Wasser, der uns seit vielen Jahren nur noch zum Eier färben dient. Wenn das Wasser kocht kommen die Eier hinzu. Je nach gewünschter Härte werden die Eier einige Minuten gekocht. Wir machen immer ein paar harte und weiche Eier. Je nach Ausgangsfarbe nehmen die Eier die Farbe unterschiedlich gut an. So entstehen viele verschiedene rotbraune Töne – jedes ein Unikat.

Oft werden die Einer dann nach dem Abkühlen noch mit einer Speckschwarte eingerieben. Dann glänzen sie schön.

Frohe Ostern!


 

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Vom schlichten Kochen: Pastafetzen mit Wirsing

Ich esse Wirsing wirklich gern. Aber er macht mir in der Küche auch ein wenig Sorgen. Denn egal welches Gericht man zubereitet, er ist immer zu groß. Und so verbleibt da immer dieser blasse Rest, den es zu verwerten gilt. So auch nachdem aus den herrlich grünen Blättern eine Wirsing-Hack-Quiche wurde. Und damit ein herzliches Willkommen zu einer neuen Folge: Resteverwertung!


ZUTATEN:

  • der Rest eines Wirsings
  • Bruch von 4 – 6 Lasangneplatten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Becher Schmand, Sahne oder ein paar Löffel Frischkäse
  • Öl zum Braten
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat
  • Walnüsse on top

 

ZUBEREITUNG:

Zuerst die Wirsingblätter separieren, waschen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel in Ringe schneiden und in Öl anschwitzen. Danach den Wirsing hinzugeben und leicht anbraten. In der Zwischenzeit die Lasangeplatten grob brechen und in Salzwasser kochen. Anschließend abgießen und ein wenig vom Pastawasser übrig lassen. Damit den Wirsing ablöschen. Pasta sowie Schmand oder Sahne hinzugeben. Alles ein wenig einköcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Zum Servieren mit Walnüssen garnieren.

 

Gutes Gelingen!

Vom schlichten Kochen der Kohlrouladen

Ich liebe Kohlrouladen! Zum einen weil sie köstlich schmecken und zum anderen – und das ist der eigentliche Grund – weil ich unheimlichen Spaß daran habe diese kleinen Pakete zu schnüren.

Auch die Zutatenliste ist relativ schmal gestrickt. Davon bin ich großer Fan. Weniger ist mehr. Auch in der Küche! Für die Kohlrouladen nehme man:

  • Kohlkopf
  • Hack
  • Zwiebeln
  • Ei
  • Butter
  • Wasser
  • Gemüsebrühe
  • Kümmel
  • Salz & Pfeffer
  • Küchengarn

Und so geht’s:

Zuerst bereite ich das Hack mit Salz & Pfeffer, Ei und Zwiebeln zu. Danach wandert der Kohlkopf für zwei Minuten in einen großen Topf mit kochendem Wasser. Anschließend werden die Kohlblätter einzeln auf den Tisch verteilt. Wenn sie etwas getrocknet und abgekühlt sind, kann das Schnüren der Päckchen auch schon beginnen. In jedes Blatt wandert ein großer Löffel Hack. Dann wird gefaltet und mit Küchengarn verschnürt. Wer mag tut auch schon etwas Kümmel in die Pakete. Ist all das Hack verpackt wandern alle Pakete in einen Bräter mit Butter. Von allen Seiten gut anbraten und den restlichen Kohl klein schneiden und dazu geben. Nach ein paar Minuten mit Gemüsebrühe ablöschen und einköcheln lassen. Mit Lümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.
Das war’s eigentlich schon.

Ich verzichte bei meinen kleinen Kochgeschichten auf Mengenangaben. Bewusst! Denn ich kenne sie oft nicht. Ich koche intuitiv! Je nach Anzahl der zu stopfenden Mäuler entscheide ich wieviel in den Kochtopf kommt. Dabei gilt vor allem immer eines:
„Du kannst nicht nur so viel kochen wie du denkst dass alle wird“

Vom schlichten Kochen: Die Pfirsichverwertung 

Ich tue mich unendlich schwer damit Lebensmittel wegzuwerfen. Auf dem Land ist das auch eigentlich kein Thema. Die restlichen Kartoffeln bekommt das Schwein oder die Hühner. Brot wird für den Hund, das Schwein oder die Hühner getrocknet. Selbst die Schalen vom Gemüse finden ihre Verwerter. In der Stadt sieht es da mit der Resteverwertung schon schlechter aus. Und so bemühe ich mich um die richtigen Mengen beim Einkaufen und Kochen. Hin und wieder geht das allerdings daneben.

So auch mit den Pfirsichen. Nach dem Wochenende machten sie in der Obstschale keine so gute Figur mehr. Ich selbst darf sie nicht mal unverarbeitet essen. Dann werden meine Lippen zu denen von Chiara Ohoven – Allergie lässt grüßen.

Die Alternative lautet pürieren. Also gibt’s einen kleinen Drink für die heißen Sommertage.

ZUTATEN:

  • 2-3 (schrumpelige) Pfirsiche
  • eine Handvoll Minze
  • 8 – 10 Eiswürfel
  • ein Schuss Mineralwasser
  • optional in Rum eingelegte Beerenfrüchte
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Wenig Zutaten – viel Geschmack!

ZUBEREITUNG:

Wie das mit einem Mixer halt so ist. Alle Zutaten wandern grob gestückelt in den Mixer und nachdem die Messer sich einmal so richtig verausgabt haben, kann der kühle Smoothie auch schon genossen werden. Wir hatten am Wochenende aus einer Schorle übriggebliebene Beeren in Rum eingelegt. Davon kam auch noch ein kleiner Schuss zum Einsatz. Schmeckt aber ohne Alkohol ebenso lecker – oder sogar besser?!

 

Vom schlichten Kochen – Ach du dickes Ei

Ich habe hier bereits von meiner Eisperre berichtet. Ich kann nicht aus meiner Haut was gekaufte Eier betrifft. Ich kann sie einfach nicht essen. Und so erreichen mich  selbst in München in Watte gebettete Eier in Paketen von zu Haus. Während anfangs die Quote der heilen Eier nicht gänzlich überzeugte, hat meine Mama den Kniff nun raus. Sie verwendet Eierkartons aus Plastik und jedes Ei darin ist nochmals umwickelt. Darüber mag man sich amüsieren oder mich für verrückt erklären. Aber das ist für mich Luxus, den sich andere gönnen indem sie wöchentlich Sternerestaurants besuchen.

Zurück zum Ei. Ich bekomme also mein Eierpaket mit etwa 20 Eiern. Oft sind noch andere Leckereien von zu Haus dabei. Zum Beispiel Schmalz und Schinken vom Schlachten unseres Schweins. Trifft so ein Paket ein folgt eine Woche mit Gerichten die etwas eierlastiger sind. Insbesondere das Frühstück ist häufig davon betroffen. Dann gibt es das altbewährte gekochte Frühstücksei, Rührei oder auch Eierkuchen.

 

Auf all diese Variationen verzichte ich sonst. Während der Herr des Hauses auf gekaufte Eier zurückgreift. Die verwende ich nur in absoluten Ausnahmen zum Beispiel beim Backen oder in Gerichten, die nicht darauf verzichten können. Da wir aber in der Regel nicht so viel Kuchen essen backe ich häufig auch nur nach einer Eierlieferung. Denn verbrauchen wir nicht alle Eier direkt in der ersten Woche (nur dann schmecken sie mir „pur“ so richtig gut) verwerte ich den Rest im Kuchen.

Wobei so ein Ei eigentlich deutlich länger als frisch gilt. Ein frisch gelegtes Ei hält sich gekühlt bis zu vier Wochen oder noch länger. Wichtig ist das es bei konstanter Temperatur kühl und trocken gelagert wird. Trocken ist auch das Stichwort im Umgang mit Eiern, die man verschmutzt aus dem Nest holt. Kot und andere Verunreinigungen sollte nicht mit Wasser entfernt werden. Das zerstört die natürliche Schutzschicht und lässt Keime und anderen Schmutz in das Eiinnere gelangen. Ein trockenes Tuch oder eine weiche Bürste tut es auch. Bei ganz hartnäckigem Schmutz greifen wir auch mal zum Schwamm aber dieses Ei wird dann schnell verbraucht.

Wer viele Hühner hat und dementsprechend viele Eier, sollte sich bei der Lagerung eine Systematik zur Erkennung der frischen und älteren Eier überlegen. Wir verwenden dafür einen kleinen Zettel in der Eierpappe. Oder man beschriftet die Pappe direkt.

All diese kleinen Kniffe lassen mich die Eier von unseren Hühnern genießen während ich gestempelten Eiern keine Beachtung schenke. Vielleicht versteht mich der ein oder andere ein wenig besser wenn er mal so ein richtig frisches Hühnerei im Eierbecher hatte.

In diesem Sinne: Ostern kann kommen.

 

Vom schlichten Kochen – Gefüllter Kürbis

Während ich als Kind einen Gräuel gegen Kürbis hegte, kann ich es heute kaum erwarten bis im Herbst die Kürbissaison startet.

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ZUTATEN:

  • kleine Kürbisse (Hokkaido, in der Größe eines großen Apfels oder etwas größer)
  • Hack vom Rind (Menge je nach Anzahl und Größe der Kürbisse)
  • 3 Schalotten
  • 2 Lauchzwiebeln
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl
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Die Zutaten

ZUBEREITUNG:

  1. Kürbis waschen, oberhalb aufschneiden und mit einem Löffel aushöhlen.
  2. Hachfleisch mit gewürfelten Schalotten anbraten.
  3. Wer mag, schneidet die abgeschnittetnen Kürbisstücke noch zum Hack dazu oder nutzt sie als Deckel.
  4. Zum Ende des Anbratens mit Salz & Pfeffer würzen und geschnittene Lauchzwiebeln untenmengen.
  5. Die Füllung nun in die Kürbisse verteilen.
  6. Abschließend entweder den Deckel aufsetzten oder mit Käse abdecken.
  7. In einer Auflaufform wandern die Kürbisse bei 180 Grad Celsius für etwa 30 Minuten in den Ofen. Größere Kürbisse backen etwas länger.

Viel Spaß beim Kochen!

Vom schlichten Kochen – Sesammöhren

Da haben wir den Salat. Im Garten gibt es derzeit Möhren satt. Zeit für Ideen. Zeit für Sesammöhren! Eine schnelle Salatvariante, die kalt und warm schmeckt.

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ZUTATEN:

  • ca. 15 Möhren
  • 50g Sesam
  • Sojasauce
  • Olivenöl
  • Weißwein
  • Salz
  • Wasabipaste

 

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Zutaten

ZUBEREITUNG:

  1. Möhren schälen und gründlich waschen
  2. Möhren in Stifte schneiden – Wer auf Scheiben steht soll gern auch Scheiben schneiden
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
  4. Möhren darin anschwitzen und leicht rösten
  5. Zum Ablöschen ordentlich Sojasauce dazu geben
  6. Nun auch einen Schuss Weißwein hineingießen.
  7. Die Flüssigkeit einköcheln lassen und nebenher auch ein wenig Wasabipaste hinzufügen.
  8. Wenn nur noch wenig Flüssigkeit in der Pfanne ist kann der Sesam hinein. Kräftig vermengen und gegebenenfalls noch etwas nachsalzen.

 

Fertig ist der Möhrensalat.

Viel Spaß beim Kochen!


Vom schlichten Kochen – Salbeipesto

Selbst auf unserem kleinen schattigen Stadtbalkon wächst der Salbei üppig zu großen Büschen heran. Da kann man schon einige Zweige für Pesto investieren.


Zutaten:

  • Salbei (eine ordentliche Portion)
  • Walnüsse (2 Hände voll)
  • Parmesan (ca. 50g)
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Schraubglas zur Aufbewahrung

Zubereitung :

  1. Den gepflückten Salbei waschen, trocknen und zupfen.
  2. Die einzelnen Blätter ruhig noch ein wenig kleiner schneiden und in ein hohes Gefäß geben.
  3. Walnüsse knacken und dazu geben.
  4. Parmesan reiben und ebenfalls hinzufügen.
  5. Nun mit etwas Olivenöl aufgießen und Salz & Pfeffer hinzugeben.
  6. Jetzt kommt der Pürierstab zum Einsatz. Je nach Konsistenz kann dabei noch Öl nachgegeben werden. Es darf weder zu trocken noch zu ölig sein. Grundsätzlich gilt es aber lieber etwas mehr Öl zu verwenden. Denn dieses setzt sich nach dem Abfüllen in ein Glas oben ab und schützt das Pesto vor dem Verderb.

Beim Probieren vom Löffel erschien es mir fast zu streng und ich war gespannt ob sich der Aufwand gelohnt hat. Und das hat er – mit Nudeln ist das Pesto ein Genuss.

Vom schlichten Kochen – Linsensalat mit Roter Bete

 Eine Mischung, die nicht nur das Auge anregt.


Zutaten

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Zutaten
  • Rote Linsen (200 – 300 g)
  • Rote Bete (5 -6 Knollen)
  • Schnittlauch (1 Bund)
  • Petersilie (1 Bund)
  • Gemüsebrühe 
  • Senf
  • Olivenöl
  • Apfelessig
  • Honig
  • Curry & Kreuzkümmel
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung

  • Die Knollen der Roten Bete waschen, schälen und für 10 Minuten in Wasser kochen. Anschließend in einem Sieb abtropfen und abkühlen lassen.
  • Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Darin die roten Linsen mit Curry & Kreuzkümmel (von beidem ungefähr ein Teelöffel) anschwitzen und danach mit Gemüsebrühe (ca. 300 – 400 ml ) aufgießen. Für zehn Minuten köcheln lassen und dann ebenfalls in einem Sieb abtropfen lassen.
  • Rote Bete nach Lust und Laune in kleine Würfel oder Scheiben schneiden und in eine Salatschüssel geben. Darauf folgen die Linsen.
  • In einer kleinen Schale 3 Teelöffel Senf, 2 Esslöffel Honig, und 5 Esslöffel Apfelessig zu einem cremigen Dressing verquirlen und noch 3 EL Olivenöl dazugeben. Auch Salz & Pfeffer dürfen schon dazu.
  • Schnittlauch in kleine Stücke schneiden und Petersilie hacken.
  • Kräuter und Dressing zu den Linsen und der Roten Bete geben und vermischen.

 

 GUTEN APPETIT!