Vom lieben Vieh: Unser Flaschenlamm

So ein kleines Lamm ist ein Wunder. Wie jedes Neugeborene umgibt es ein Zauber. Das Wunder wird noch größer wenn das Schaf gleich 3 Lämmer zur Welt bringt. Das kann ein Schaf durchaus meistern aber in diesem Fall hat die Gute nicht begriffen dass Nummer 3 auch noch zu ihr gehört. Und so stand der kleine Kerl ohne Mutter im Stall. Wanderte von Schaf zu Schaf, von Euter zu Euter um sich einen kräftigen Stoß verpassen zu lassen mit dem man ihm zu verstehen gab: Hier wird schon ein anderes Lamm gesäugt. Such Dir was neues.

Und dann kommt der Mensch ins Spiel. Ab zum Landhändler – Milchpulver holen. Wenn die Flasche startklar ist beginnt die eigentliche Herausforderung. Denn ganz so leicht macht es einem so ein Lämmchen nicht.

1,5 Liter am Tag und auf die Temperatur kommt es an. Sie sollte ziemlich genau 38 Grad betragen. 1 – 2 Grad machen schon einen großen Unterschied und der Durchfall ist vorprogrammiert. Auch die Körpertemperatur spielt eine entscheidende Rolle. Ist das Lamm zu kalt trinkt es nicht. Dann muss es ordentlich gerubbelt werden, dass es warm wird und damit steigt auch die Trinkbereitschaft. Sind die ersten Tage überstanden – gehts bergauf. Unser Tutchje, so hat meine Mama den kleinen Frechdachs getauft, hat sich prächtig entwickelt.

Wenn er hungrig ist ruft er schon von Weitem nach uns wenn wir uns der Koppel oder dem Stall nähern. Dann springt er einem schon gegen das  Knie oder butzt mit dem Kopf dagegen um die Milchausschüttung anzuregen. Wenn er nur wüsste das da kein Oxitocin gebildet, sondern lediglich der Arm abgeknickt werden muss.

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