Vom schlichten Kochen – Ach du dickes Ei

Ich habe hier bereits von meiner Eisperre berichtet. Ich kann nicht aus meiner Haut was gekaufte Eier betrifft. Ich kann sie einfach nicht essen. Und so erreichen mich  selbst in München in Watte gebettete Eier in Paketen von zu Haus. Während anfangs die Quote der heilen Eier nicht gänzlich überzeugte, hat meine Mama den Kniff nun raus. Sie verwendet Eierkartons aus Plastik und jedes Ei darin ist nochmals umwickelt. Darüber mag man sich amüsieren oder mich für verrückt erklären. Aber das ist für mich Luxus, den sich andere gönnen indem sie wöchentlich Sternerestaurants besuchen.

Zurück zum Ei. Ich bekomme also mein Eierpaket mit etwa 20 Eiern. Oft sind noch andere Leckereien von zu Haus dabei. Zum Beispiel Schmalz und Schinken vom Schlachten unseres Schweins. Trifft so ein Paket ein folgt eine Woche mit Gerichten die etwas eierlastiger sind. Insbesondere das Frühstück ist häufig davon betroffen. Dann gibt es das altbewährte gekochte Frühstücksei, Rührei oder auch Eierkuchen.

 

Auf all diese Variationen verzichte ich sonst. Während der Herr des Hauses auf gekaufte Eier zurückgreift. Die verwende ich nur in absoluten Ausnahmen zum Beispiel beim Backen oder in Gerichten, die nicht darauf verzichten können. Da wir aber in der Regel nicht so viel Kuchen essen backe ich häufig auch nur nach einer Eierlieferung. Denn verbrauchen wir nicht alle Eier direkt in der ersten Woche (nur dann schmecken sie mir „pur“ so richtig gut) verwerte ich den Rest im Kuchen.

Wobei so ein Ei eigentlich deutlich länger als frisch gilt. Ein frisch gelegtes Ei hält sich gekühlt bis zu vier Wochen oder noch länger. Wichtig ist das es bei konstanter Temperatur kühl und trocken gelagert wird. Trocken ist auch das Stichwort im Umgang mit Eiern, die man verschmutzt aus dem Nest holt. Kot und andere Verunreinigungen sollte nicht mit Wasser entfernt werden. Das zerstört die natürliche Schutzschicht und lässt Keime und anderen Schmutz in das Eiinnere gelangen. Ein trockenes Tuch oder eine weiche Bürste tut es auch. Bei ganz hartnäckigem Schmutz greifen wir auch mal zum Schwamm aber dieses Ei wird dann schnell verbraucht.

Wer viele Hühner hat und dementsprechend viele Eier, sollte sich bei der Lagerung eine Systematik zur Erkennung der frischen und älteren Eier überlegen. Wir verwenden dafür einen kleinen Zettel in der Eierpappe. Oder man beschriftet die Pappe direkt.

All diese kleinen Kniffe lassen mich die Eier von unseren Hühnern genießen während ich gestempelten Eiern keine Beachtung schenke. Vielleicht versteht mich der ein oder andere ein wenig besser wenn er mal so ein richtig frisches Hühnerei im Eierbecher hatte.

In diesem Sinne: Ostern kann kommen.

 

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