Vom Über-Landstreichen in Skandinavien – Teil 1 Norwegen

Wir neigen dazu uns im Urlaub vor Herausforderungen zu stellen.


In diesem Jahr ging es zu fünft, mit von der Partie ein 18 Monate altes Kleinkind, in einem Wohnwagen nach Skandinavien. Wir beluden das Mobil in Deutschland mit reichlich Lebensmitteln und Getränken (nicht nur von der Art mit ordentlich Rums, sondern auch Milch, Wasser und Saft) und gingen in Kiel an Bord einer Fähre, die uns über Nacht in den Hafen von Göteborg schipperte. Schon das war ein kleines Erlebnis. Während die Mehrzahl der Passagiere sich amüsiert an Deck bewegt, gehöre ich zu denen, die sich mit Reisetabletten dopen um nicht die ganze Nacht über der Rehling zu hängen. An Bord vertreibt man sich die Zeit mit einem Abendessen, etwas Schlaf in einer sauerstoffarmen Schlafkabine und einem anschließenden Frühstücksbuffet. Und zack ist man auch schon in Schweden. Obwohl eigentlich eine Rundreise durch Südschweden geplant war entschieden wir noch vor der Ankunft direkt an der Westküste entlang nach Norwegen zu fahren. Und so landeten wir noch am ersten Urlaugstag hinter der Grenze Norwegens an einem Waldstück. Schon bei unserer ersten Wanderung durch den Wald, der an einer Steilküste endete, war klar: Wir hatten uns für die richtige Route entschieden. Norwegen ist traumhaft schön.

So reisten wir entlang an der Südküste Norwegens und genossen die letzten sommerlichen Tage. Bei nur wenig Regen und viel Sonne zogen wir von einem Ort zum Nächsten. Dabei wechselten wir zwischen Campingplatz und wilder Natur. Das in Norwegen herrschende Jedermannsrecht erlaubt es einem sich frei in der Natur zu bewegen. Wir campierten also am Strand, an Waldrändern und auf Parkplätzen. Nur wenn sich der Wasservorrat oder der Schwarzwassertank (Dreimal dürft ihr raten wofür SCHWARZ hier steht. Obwohl sicher ein Versuch ausreicht.) dramatisch zeigte oder uns ein Campingplatz besonders gut gefiel, blieben wir nicht in der Natur. Grundsätzlich galt es in diesem Urlaub Städte zu meiden und so sahen wir lediglich Stavanger (auch eher notgedrungen, denn so ein Kleinkind kann schon mal Fieber bekommen und muss in die Notfallklinik) und am Abreisetag Göteborg. Nur zum Nachkaufen von Lebensmittel mischten wir uns unter das Volk. Ein nettes, hilfsbereites und offenes Volk.

Fortsetzung folgt: Wie es uns in Schweden ergangen ist, verrät der nächste Beitrag.

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