Vom Über-Landstreichen: Die Suche nach dem Zabelsee

Wie das so ist. Man glaubt seine Heimat wie seine eigene Westentasche zu kennen. Zumindest dachte ich das immer. Jedenfalls die unmittelbare Umgebung. Und dann spaziere ich via google Maps über Wald und Wiesen meiner Heimat und entdecke einen See, den Zabelsee. Warum kenne ich den nicht? Mitten im Wald. War ich da noch nie? Anscheinend nicht! Auf google Earth ist er dann schon nicht mehr blau sondern beige/braun. Scheint verlandet zu sein aber das muss ich mir ansehen. Außerdem wird noch Opa befragt. Er hätte da früher geangelt. Noch ein Grund mehr für eine Inspektion.

Also ging es zu Ostern auf Entdeckungstour in den Wald. Wie ich das liebe. Ströpern, das konnte ich schon als Kind den ganzen Tag  und auch heute noch.

 Nachdem wir die Waldkante passiert hatten bogen wir rechts vom Weg ab und schlichen uns durchs Unterholz. Nach etwa 200 Metern wurde der Boden unter den Füßen zunehmend matschiger. Was nicht an dem Nieselregen und über dem Boden hängenden Nebel lag sondern am sumpfigen Untergrund selbst. Mit jedem Schritt wurde es feuchter unter den Sohlen und unsere Füße begannen im Boden zu versinken während sich vor uns immer mehr Schilf ausbreitete. Wir hatten das Gefühl uns einer Tatortkulisse zu nähern. Nebel, Stille und auf dem Boden ein deutlicher Trampelpfad von Wildschweinen. Hier fand ein Wildwechsel vom Feinsten statt. Kein Wunder, der feuchte Boden gibt eine ideale Suhle für die Wildschweine ab.

Vorsichtig versuchten wir uns dem See weiter zu nähern. Doch der zunehmende Schlamm und der steigende Wasserspiegel machten es uns nicht möglich über den Schilfrand hinaus zu kommen. Dieser ist dazu noch so dicht gewachsen, dass uns ein Blick hinter den Schlifgürtel verwehrt blieb.

Wir konnten das Rätsel vom Zabelsee und seinem Wasserstand also nicht lösen und vertagen das Vordringen auf den Sommer. In der Hoffnung dann unter trockenen Witterungsbedingungen weiter vordringen zu können und Wasser zu finden statt eines schlammigen Lochs. Denn über den Brandenburg-Viewer, einem amtlichen Kartennavigator auf Grundlage der  Geobasisdaten, sieht es ganz danach aus.


Die Fortsetzung folgt im Sommer! 

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