Vom Ackern – Eine Kindheitserinnerung

Beim Durchsehen meiner Fotos bin ich auf Bilder gestoßen, die mich an eine wunderbare Zeit erinnern. Die Erntezeit.

Wenn im späten Juli oder frühen August die Felder gold glänzten und die Luft heiß und trocken wurde, hieß es: Bereit halten für die Getreideernte.

Dann sah man die älteren Herren mit dem Rad durch den Ort fahren. Am Feldrand wurde Halt gemacht und der Bestand ein letztes Mal begutachtet bevor der Mähdrescher aus der Scheune fuhr und sich seinen Weg durch die goldgelben Halme bahnte.
Kurz nachdem die ersten Körner über den Schüttler liefen, stand auch schon eine Schar älterer Männer am Feldrand und begutachtete das Szenario. Nicht zuletzt um zu fragen ob denn noch ein wenig Luft wäre um auch ihr Getreide vom Feld zu holen. Bis es soweit war ließ man sich am Feldrand nieder und schnackte auf Platt. Wenn ich nicht gerade meinen Vater auf dem Traktor, der das Korn abfuhr, begleitete, liebte ich es mich zwischen meinen Opa und die anderen zu mischen und ihren Gesprächen zu lauschen. Da konnte man Geschichten hören, die standen in keinem Kinderbuch.

 

Und da ist noch eine Erinnerung. Das Gefühl mit nackten Beinen im Kornhänger auf und ab zu stapfen. Unbezahlbar!

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