Vom Einkleiden mit alten Schätzen: Flohmarktfunde

Ich zähle nicht zu denjenigen, die jedes Wochenende auf einem Flohmarkt verbringen aber ich würde es schon fast zu meinen Hobbies zählen, das Stöbern auf Trödel- und Antikmärkten. Oft macht es mir sogar am meisten Spaß, wenn es gar nicht so viele tolle Teile gibt. Dann ist die Herausforderung weitaus größer einen wirklichen Schatz zu finden. Folgend möchte ich in kleinen Episoden von einigen meiner Errungenschaften berichten.

Diesen schönen Schatz habe ich auf einem Herbstflohmarkt entdeckt und war direkt begeistert. Alle Steine und Stickereien sind unheimlich gut erhalten. Der Verkäufer nannte den Preis und ich bot die Hälfte. Dann fragte er was ich damit vor hätte: „Wat wolln se denn damit machen, Frau Merkel besuchen, wa?“ Das brachte mich erst recht in Fahrt: „Genau und weil ich da auch noch hinfahren muss, brauche ich noch Geld für ein Ticket.“ Wir wurden uns nicht so richtig einig und ich beschloss ihn zappeln zu lassen. Ein Fehler. Als ich nach 20 Minuten an den Stand zurückkehrte was die Tasche weg. Eine ältere Dame hätte sie wohl erstanden. Traurig zog ich von dannen.

Als ich am Heiligabend eine Pappschachtel öffnete und das Schätzchen darin entdeckte, jauchzte ich vor Glück. So so, meine Mutter ist also eine alte Dame. Heimlich hat sie die Tasche gekauft und ihn zum Lügen angestachelt nachdem ich den Herrn zappeln lassen wollte. Danke Mama!

Als ich nach dem Abitur zum Studium aufgebrochen war, ging ich schnell auf die Suche nach einem Schreibtisch. Viele der neueren und bezahlbaren Optionen erwiesen sich als wacklige Konstruktionen, denen ich nicht zutraute meine schweren Wälzer tragen zu können und waren obendrein noch ordentlich überteuert. Auf einem Flohmarkt fand ich dann ein robustes Stück Holz, dass meiner Bücherscharr Herr werden sollte.

Den passenden Stuhl hatte ich bereits im Jahr zuvor am Straßenrand vor dem Sperrmüll gerettet. Und so fand sich zusammen was zusammen gehörte und wurde zu meinem gemütlichen Arbeitsplatz.


Dieses Bild mag ich besonders. Eine alte Postkarte, die meine tiefe Zuneigung zu meiner Uroma und meine Leidenschaft zu Schafen vereint. Das kleine Mädchen auf der Karte erinnert mich an die Kinderbilder meiner 1913 geborenen Uroma. Ich habe sie als sehr tierlieben Menschen kennengelernt, einer der vielen Charakterzüge, die uns verbunden haben. Und so reiht sich diese Postkarte in die vielen ihrer Bilder an meiner Fotowand ein und es ist, als würde sie dazu gehören.

 

Auf Flohmärkten halte ich oft auch nach alten Büchern Ausschau. Insbesondere nach Exemplaren aus der Tierwelt. Die älteren Werke sind oftmals viel schöner und liebevoller bebildert als es heute der Fall ist. Dieses schöne Werk aus den 60er Jahren beschreibt die Tierwelt von A bis Z. 

Auch nach Schmuck halte ich hin und wieder Ausschau. Die kleinen Stecker mag ich besonders gern.

 

Unser letzter Flohmarktfund. Eigentlich waren wir nur neugierig, welche Platten sich in den Kisten verbargen, doch dann gefielen uns so viele in der Sammlung das wir zuschlugen. Obendrauf gab es noch zwei weiße Keramikschüsseln für einen Euro, denn der Herr am Stand hatte die Nase von seinem Geschirr gestrichen voll und wollte es nicht wieder mit Heim nehmen. An diesem Abend schwärmten wir noch aus um endlich unseren langersehnten Plattenspieler zu kaufen.

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